max bill

Max Bill kam 1908 in Winterthur zur Welt. Nach Abschluss der Kunst-gewerbeschule in Zürich, studierte er 1928 am Bauhaus in Dessau, wo unter anderem Paul Klee oder Wassily Kandinsky zu seinen Lehrern zählten. Anschliessend kehrte er nach Zürich zurück, wo er als Maler, Plastiker, Grafiker, Publizist und Architekt arbeitete.

1950 war Bill Mitbegründer der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Er entwarf deren Gebäude und wirkte bis 1956 als Rektor. Ob als Architekt, Künstler oder Designer: Viele von Max Bills Objekte sind Klassiker. Er entwarf unzählige Designobjekte, Gemälde, Skulpturen, Plakate, grafische Werke und Gebäude. Max Bill war einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Er verstarb 1994 im Alter von 85 Jahren in Berlin.

Max Bill
 

Schönheit aus Funktion
und als Funktion

Die max bill kollektion zeichnet sich durch Klarheit, Einfachheit und mathematische Logik aus. max bills Holzmöbel sind physischer Ausdruck seiner Überzeugung, dass Funktionalität sowie materielle und gestalterische Ökonomie eines Entwurfs gepaart sein sollten mit der Erfüllung formaler und ästhetischer Ansprüche. 

Produkteigenschaften wie Funktionalität, Langlebigkeit und ein ökonomischer Einsatz der Mittel liegen bills Entwürfen und seinen Produkten zu Grunde. Das Thema des Industriedesigns hatte für max bill im wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit und angesichts der Zerstörung eine besondere Bedeutung: Er sah darin die Möglichkeit, die Umwelt mit beweglichen Dingen zu verbessern. Das Aussehen der Dinge wurde – dem Beispiel der USA folgend – in dieser Zeit wichtig. Zum ersten Mal nahmen vorbildliche Industrieprodukte – fast alles «anonyme» Werkentwürfe – einen prominenten Platz in den Zeitschriften ein. Koryphäen wie max bill und Siegfried Giedion hatten eine klare Haltung: Sie verpönten eine Gestaltung, deren Inhalt kommerziellen Zielen diente, damit modischen Strömungen folgte und einer Verschleisswirtschaft Vorschub leistete.

Die Formel «Schönheit aus Funktion und als Funktion» aus seinem legendären Vortrag wurde zur Schlüsselthese. Er brach den rigiden Funktionalismusbegriff auf, indem er die Formen der Gebrauchsgeräte in einen grösseren Zusammenhang mit jenen der Natur und der Kunst stellte und serielle Alltagsgegenstände mit handwerklichen und technischen Objekten konfrontierte. Seine Leistung lag im Aufruf zu einem «neuen Schönheitsideal»: Zurückgreifend auf die «vernunftgemässe Schönheit» von Henry van de Velde, der darunter die «Verbindung von ingenieurmässigem Rationalismus und konstruktiver Schönheit» verstand, sollten die Dinge nicht nur funktionieren, sondern ebenso schön sein. Die Idee einer immanenten formalen Ordnung war lebenslang die Hypothese seiner Arbeit.

 
 
 
Ulrich P. Wieser
Max Bill
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